Donnerstag, 21. Mai 2009

Sonntag, 17. Mai 2009

Um halb 6 mussten wir auch schon wieder aufstehen, weil um 9:15 Uhr unser Flug ging. Nach einer Dusche um wach zu werden haben wir uns dann an der Rezeption ein Taxi bestellt und unser Lunchpaket, dass wir uns am Samstag bestellt hatten, abgeholt. Ausgecheckt hatten wir schon am Abend vorher. Wir sind wie auf dem Hinweg mit dem Transrapid gefahren, allerdings auch nur 300 km/h. War ja wieder einfach zu früh. Am Flughafen haben wir uns dann bei einer Partie Schach eine heiße Schokolade gegönnt und sind dann in den Flieger eingestiegen. Die ersten 6 Stunden des Flugs habe ich völlig verschlafen, allerdings habe ich das Kunststück fertig gebracht immer genau zu den Essenszeiten aufzuwachen und danach schön weiterzuschlummern. Den Rest des Fluges, der dieses Mal 12:30 Stunden gedauert hat, weil wir gegen die Erddrehung geflogen sind, haben wir mit einigen Tetris-Schlachten und Filmen verbracht. Dabei sind wir ständig mit dem Licht geflogen, es war also ständig hell draußen. In Zürich haben wir dann die 3 Stunden totgeschlagen und sind sehr pünktlich um 19:55 Uhr im wunderschönen Deutschland gelandet. Dabei sind wir mit einem sehr kleinen Flugzeug geflogen, weil der Flug Zürich – Düsseldort anscheinend ein „Regionalflug“ ist.
Am Düsseldorfer Flughafen ist uns dann auch das letzte Malheur dieses Ausflugs passiert: Wir wurden durch den Handgepäckpassagiereingang geschleust und sind einfach einigen Leuten gefolgt, bis wir dann plötzlich an der Bäckerei standen, wo wir uns vor dem Hinflug noch Baguettese gekauft hatten – und das völlig ohne unser Gepäck! Also mussten wir uns erst mal durchfragen und konnten dann tatsächlich in die Gepäckhalle zurück! Anscheinend passiert das dort öfter, wir waren auch nicht die einzigen. Es ist wohl sehr schlecht ausgeschildert, also Obacht, wer das nächste Mal mit Gepäck in Düsseldorf landet!!!
Damit ist unser Ausflug auch vorbei! Over and out!

Samstag, 16. Mai 2009

Unser letzter Tag in Shanghai! Den mussten wir doch noch mal richtig ausnutzen! Gegen 12 Uhr sind wir mit der Metro Richtung Innenstadt gefahren, dieses Mal allerdings nicht nach Pudong sondern auf die andere Seite des Flusses. Wir sind durch die Nanjing Road geschlendert. Das ist die größte und längste Straße in Shanghai, ich glaube die zieht sich durch halb Shanghai. Es ist zugleich auch eine riesige Einkaufsstraße. Mehr als gucken haben wir aber nicht gemacht! Ursprünglich wollten wir auf direktem Weg zum Yuyuan Garten. Der Weg war zu Fuß allerdings weiter als wir gedacht haben, daher haben wir einiges gesehen. Zuerst hat es uns in den City Tempel verschlagen, jedoch hat es einige Zeit gedauert, bis wir gemerkt haben, dass wir nicht im Yuyuan Garten sind, in dem wir uns eigentlich wähnten, sondern im besagten City Tempel. Dieser kleine Irrtum hatte allerdings auch etwas sehr gutes: Wir haben Postkarten gefunden! Das ist nämlich eine echte Marktlücke in Shanghai zumindest, aber ich denke das kann man auf ganz China ausweiten. Das höchste der Gefühle sind einige ältere Damen am Bund, die einzelne völlig überteuerte und qualitativ schlechte Postkarten versuchen los zu werden. Wer sich das wie in Deutschland mit einem Postkartenständer an jeder Ecke vorstellt – Pustekuchen! Die Briefmarken haben wir natürlich auch gleich mitbesorgt. Nach einer kleinen Stärkung bei Burger King, wo nebenan diese tollen Figuren ausgestellt waren,
haben wir den Yuyuan Garten dann doch schlussendlich gefunden. Dieser war eigentlich auch ganz ansehnlich!


Die ganzen Fische waren auch ganz nett!
Vor allem Alex wollte sich den anschauen, weil es in diesem Garten eine Zick-Zack-Brücke gibt.
Diese war wohl mal in einer Ausstellung über die berühmtesten Brücken der Welt dabei, die er einmal besucht hat. Deswegen musste er unbedingt diese Brücke sehen! Es hat sich aber gelohnt! Da wir ja noch Go-Kart fahren wollten, haben wir uns dann relativ schnell auf den Rückweg gemacht (wieder zu Fuß) und sind mit der Metro ein paar Stationen weiter gefahren. Von der Station bis zur Go-Kart Strecke waren es allerdings noch mindestens 2 bis 3 Kilometer zu laufen, würde ich jedenfalls mal schätzen. Nach den ganzen Fußmärschen an diesem Tag war meine Lust zu laufen natürlich auf dem absoluten Nullpunkt angelangt, aber da musste ich dann durch! Go-Kart fahren war sehr sehr lustig! Ich habe sogar gegen Alex gewonnen, weil er sich gleich in der ersten Runde einen Crash mit einem der anderen Fahrer geleistet hat, denn sonst waren wir sehr ausgeglichen, obwohl ich auch noch die schnellste Runde gefahren bin. Leider haben wir es irgendwie versäumt Photos zu machen. Die größte Überraschung erwartete uns allerdings am Ausgang: Es hat wie in Strömen geregnet. Eigentlich nicht so schlimm, aber das Problem war, dass die Go-Kart Strecke einfach mal irgendwo in der Pampa liegt, so kam es uns jedenfalls vor. Kein Taxi weit und breit! Also sind wir zur Bar gedackelt und haben die Damen dort gebeten uns doch bitte ein Taxi zu rufen, doch alles was sie zu Stande gebracht haben war dem Pförtner unten Bescheid zu geben, er solle uns doch bitte ein Taxi anhalten. Das hat leider nur mit bescheidenem Erfolg geklappt. Nach 20 bis 30 Minuten sinnlosem Warten und immer noch strömenden Regen haben wir uns dann zu einem netten Dauerlauf entschlossen. Wir sind ja schließlich nicht aus Zucker! Nach 5 Minuten sind wir auch tatsächlich einem freien Taxi begegnet, allerdings schien der keine Lust auf völlig durchnässte Europäer zu haben und ist weiter gefahren. Nach weiteren 5 Minuten, nasser konnten wir nun kaum noch werden, haben wir dann jedoch ein Taxi gefunden und sind zu unserem Hotel gefahren, wo wir uns erst einmal eine heiße Dusche gegönnt haben! Den Abend haben wir dann mit Fußball hören, aufräumen, packen und Postkarten schreiben verbracht. Ok, der Abend war dann auch viel zu schnell wieder vorbei, sodass wir einige der Aktivitäten in die Nacht verlegen mussten. Um 3 Uhr war dann wirklich Schluss und schlafen angesagt!
Am Ende vielleicht noch mal was zum Schmunzeln! Man beachte den linken chinesischen Polizisten mit seinen tollen Schuhen! :-D
Über die chinesischen Straßenverhältnisse habe ich mich ja schon genügend ausgelassen!

Dienstag, 19. Mai 2009

Freitag, 15. Mai 2009

Erst mal war ausschlafen angesagt. Hätte man jedenfalls denken können… Nein, schlafen können wir ja auch, wenn wir wieder zu Hause sind. Also haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Zuerst sind wir zu einem Fake-Market in Pudong gefahren. Dort bekommt man Markensachen zu einem Bruchteil des Preises der Originale. Wir haben einmal verglichen: Ein originales Lacoste-Poloshirt kostet in der Mall 990 Yuan oder umgerechnet ca. 115€. Auf dem Fake-Market war der erste gebotene Preis 360 Yuan (40€), der aber noch absolut überteuert ist. Alex hat die gute Frau bis auf 30 Yuan (4,50€) heruntergehandelt, dann allerdings doch nicht gekauft, weil die Qualität doch nicht so toll sein kann, wenn es so billig ist! Ich habe mir dort ein Set chinesische Stäbchen gekauft, als Erinnerung. Zuerst wollte die gute Frau 180 Yuan (20€) haben, mit Handeln und einfach Weggehen habe ich sie dann aber auf 60 Yuan (6€) gedrückt. Wahrscheinlich habe ich es trotzdem noch viel zu teuer eingekauft. Danach sind wir mit der Metro in Pudong herumgefahren (dort wo die Mall, der Jin Mao Tower und der Oriental Pearl Tower ist) und haben in der Mall die Preise verglichen und einen Happen bei Kentucky Fried Chicken gegessen. Danach haben wir noch ein Stündchen im Hooters verbracht und sind dann nach Hause gefahren.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Die Nacht war wieder mal sehr kurz, um 8 Uhr ging die Fahrt zu Henkel los. Dort haben wir einige Vorträge zum Unternehmen in China und den einzelnen Produktbereichen (Klebstoffe wie z. B. Pritt oder Loctite, Waschmittel mit Persil als dem bekanntesten und Haarpflegemittel mit der Marke Schwartzkopf als die berühmteste) gehört und wurden danach durch die Forschungsabteilung geführt. Nach einem Mittagessen bei Henkel sind wir dann zurück ins Hotel gefahren, wo Nachmittags noch ein Vortrag über Comberry auf der Tagesordnung stand. Das ist ein Internet Start-Up, allerdings habe ich mir diesen aus Müdigkeitsgründen und mangelndem Interesse gespart. Damit war auch unser Programm vorbei, denn den Freitag haben uns die Professoren zur freien Verfügung gelassen. Am Abend waren wir dann im Cloud 9, das ist eine Bar im 87. Stock des Jin Mao Towers. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht auf ganz Shanghai, für lange Zeit war auch der Oriental Pearl Tower angestrahlt. Shanghai bei Nacht ist von dort oben einfach am besten zu beobachten, allerdings hat dieser Blick, wie man sich denken kann, auch seinen Preis, der sich in den Getränken niederschlägt.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Heute sind wir zum Deep Sea Harbour gefahren, das ist der Tiefseehafen von Shanghai. Da dieser etwas weiter außerhalb der Stadt liegt, mussten wir schon um 7:45 losfahren, haben jedoch unseren Schlaf im Bus fortgesetzt! Um zum Tiefseehafen zu gelangen sind wir über eine 32km lange Brücke gefahren. Dafür haben sie zwar kleine vorhandene Inseln genutzt, aber um den Hafen zu bauen haben sie diese noch aufgeschüttet, die Inseln sind also alle halb künstlich! Es ist einfach der Wahnsinn, was die Chinesen sich auf der Jagd nach Rekorden einfallen lassen! Sie haben einige schon vorhandenen Inseln für diese Brücke genutzt und diese dann weiter aufgefüllt und darauf den Hafen gesetzt! Für die Brücke haben sie über 8000 Brückenpfeiler verbaut und jeden einzelnen 70 Meter weit in den Boden gerammt. Man kann sich das eigentlich gar nicht vorstellen! Nebenbei sind sie gerade dabei den größten Offshore Park von Windrädern neben der Brücke zu bauen! Auf einer Aussichtsplattform hatten wir dann einen tollen Überblick über den Hafen, allerdings war dieses ziemlich leer, das heißt halb verlassen. Bis auf jede Menge Container, die dort zu Tausenden gestapelt waren, herrschte dort fast eine gespenstische Leere. Bei Kühne + Nagel hat man uns dann nachher erklärt, dass die verschiedenen Reedereien die Häfen nur an ganz bestimmten Tagen anlaufen und von Donnerstag bis Sonntag besonders viel los sein soll. Anschließend sind wir in eine Stadt gefahren, die die Chinesen innerhalb eines Jahres aus dem Boden gestampft haben und die extra für den Hafen gebaut wurde. An einem künstlichen See innerhalb dieser Stadt haben wir eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Danach haben wir Kühne + Nagel besucht. Der Verkaufsleiter für Europa hat uns einiges über das Unternehmen und die aktuelle Lage in China erzählt. Auf der Rückfahrt zum Hotel wurde wiederum wenigstens ein bisschen Schlaf nachgeholt. Der Abend brachte nichts Spektakuläres mehr, allerdings bin ich irgendwie nicht so recht ins Bett gekommen… Dafür war mein Buch einfach zu spannend! Kurz vor 3 Uhr nachts war ich dann endlich fertig, allerdings ist Alex in diesem Moment von seinem Wecker aufgewacht, den er sich gestellt hatte, um die 2. Halbzeit der Bundesliga zu schauen. Also haben wir eingeschaltet und ein wenig Hamburg gegen Bochum geschaut, nach dem 3:0 für den HSV hatte Alex allerdings keine Lust mehr. Ich habe noch die 5 Bremer Tore gegen Frankfurt bejubelt und bin dann um 4 Uhr ins Bett!

Dienstag, 12. Mai 2009

Dienstag, 12. Mai 2009

Nach dieser sehr kurzen Nacht haben wir uns um 5 nach 7 schon wieder getroffen, um die Präsentation noch einmal durchzugehen. Wir sind dann eine halbe Stunde später zur Tongji Universität gegangen und haben um 8 Uhr unsere Präsentation gehalten! Dafür hatten wir 15 Minuten Zeit mit anschließend 10 Minuten Frage- und Antwort-Runde. Danach waren wir alle natürlich ziemlich erleichtert und haben uns ein ausgiebiges Frühstück im Hotel gegönnt! :-) Um 13:30 Uhr sollte es dann weiter ins Goethe-Konsulat gehen, allerdings hätten wir diesen Programmteil fast verpennt! Wir waren beide ziemlich müde und haben uns so gegen 12 hingelegt. Eigentlich wollte ich nur 10 Minuten schlafen aber schlussendlich wurden dann doch knapp 1,5 Stunden daraus. Alex hatte sich erst gar keinen Wecker gestellt sondern sich ausschließlich auf mich verlassen! :-D Super! Rückblickend wäre es vielleicht besser gewesen, wenn wir den Besuch beim Goethe-Konsulat verschlafen hätten, denn es war leider nur der Versuch etwas Kultur in unseren Kurs zu bringen! Wen interessiert schon, auf welchem Level man wieviele Unterrichtsstunden absolviert haben muss, um wie ein deutscher Muttersprachler den DaF (keine Ahnung, was die Abkürzung heißt, ich tippe auf „Deutsch als Fremdsprache“) zu bestehen… Völlig sinnlos… Wir, inklusive unserer bertreuenden Fachkräfte, haben beschlossen diesen Programmpunkt beim nächsten Management Abroad Course ersatzlos zu streichen! :-D Danach sind wir noch etwas in der Innenstadt herumgelaufen, was allerdings nicht so angenehm war, weil es geregnet hat. Dort haben wir uns von 4 Chinesinnen beschwatzen lassen, die uns ihre Kunstwerke in einer Ausstellung zeigen wollten. Wir sind ihnen gefolgt und es ist auch nichts passiert, wir mussten nichts bezahlen oder kaufen. Eigentlich war es mal sehr spannend zu sehen was und wie die Chinesen malen. Um halb 6 waren wir wieder vor dem Goethe-Konsulat verabredet und sind zu einem guten Restaurant gefahren, um dort zu Abend zu essen. Das Essen war eigentlich ziemlich gut und stand ganz im Zeichen der Pekingente (wir haben es an unserem Tisch geschafft 2 zu essen und haben dann 2 Karten bekommen, die uns dann die Information geliefert haben, dass wir gerade Peking Ente Nummer 1.258.757 und 1.258.758 (seit der Eröffnung des Restaurants im Jahre 1998) verspeist haben! :-D), bis auf das es wieder eine komische Spezialität gab: Statt Hühnerfüßen gab es dieses Mal Entenfüße! :-D Nach dem Essen gab es noch einen Abschlussschnaps, weil unser Professor uns schon am Mittwoch verlässt, weil er auf eine Konferenz in Finnland muss. Auch bei diesem Mal habe ich mir die Flasche geschnappt, allerdings sieht diese nicht annährend so elegant aus wie die erste! :-) Abends haben wir uns dann noch etwas ausgeruht, allerdings bin ich wieder erst kurz vor 2 Uhr ins Bett, mein Buch hat mich zu sehr gefesselt!

Montag, 11. Mai 2009

Heute sind wir zu Baosteel gefahren und mussten früher aufstehen, weil sich die Anlagen dieser Firma weiter draußen, außerhalb von Shanghai befinden! Es ging also schon um 8 Uhr morgens los, gefahren sind wir ca. 2 Stunden, die wir natürlich wieder einmal zu einem ausgiebigen Nickerchen genutzt haben. Baosteel ist einer der größten Stahlproduzenten weltweit, wird jedoch nach eigenen Angaben schon in ein paar Jahren zum führenden Stahlproduzenten der Welt aufsteigen. Am Rande Shanghais besitzt Baosteel quasi eine eigene Stadt, in der die Mitarbeiter wohnen und die Produktionsanlagen stehen. Eine solche haben wir uns angeschaut. Leider waren keine Photos erlaubt, woran ich mich strikt gehalten habe, im Gegensatz zu anderen… Wir haben also alle einen Helm erhalten und sind auf einer Empore neben der Produktionsanlage entlang gelaufen.
Schon als wir die Anlage betreten haben, ist uns ein Wärmeschwall entgegengeschlagen, der uns fast augenblicklich zum Schwitzen gebracht hat. Wir haben folgende Produktion gesehen: Ein glühend heißes ca. 2m breites und 20m langes (alle Angaben nur geschätzt und ohne Gewähr, wie die Lottozahlen!) kam mit einer irsinnigen Geschwindigkeit aus einer Röhre geschossen und schlitterte über Rollen in ein Walzwerk. Dort wurde es mit Wasser besprüht, dass natürlich sofort verdampft ist, und 2 Mal hin- und hergezogen und dabei glatt gewalzt. Dadurch verlängerte sich das Stück Stahl auf ca. 60 bis 80 Meter. In einem dritten Schritt wurde der gleiche Prozess noch einmal wiederholt und dadurch das Stück Stahl auf ca. 150m verlängert. Im abschließenden Schritt wurde es auf einem ca. 20 Meter langen Band voller Wasser abgekühlt und dann auf einer Rolle aufgewickelt. Ein solches Stück nennt man „Coil“ und die, die wir dort gesehen haben, hatten jeweils eine Masse von 20 Tonnen. Wer meint die Dinger wären schon kalt der fühle sich getäuscht! Selbst nach diesen ca. 5-minütigen Produktionsschritten pro Coil waren diese immer noch so heiß, als ob man 20 Zentimeter vor einem großen Lagerfeuer stehen würde. Also verdammt heiß!! Anschließend sind wir mit dem Bus noch über das Firmenwerk gefahren
und haben gesehen, wo die Rohstoffe für die Stahlherstellung herkommen, nämlich vom Hafen am Yangtze. Erst dachten wir es wäre schon das Meer, aber tatsächlich war es nur der Yangtze, der an dieser Stelle über 13km breit ist!
Da am Dienstag ja schon die Fallstudie fällig war, hatten wir am Montag nachmittag Zeit zur Bearbeitung dieser und die haben wir auch genutzt. Für die mir zugeteilte Aufgabe (die Bestimmung des Wertes einer Firma) habe ich locker mal 6 Stunden an einem Excel-Sheet gebastelt. Am Abend war noch kurz Zeit für ein kleines Abendessen und 1 Stunde Fitness-Center aber danach haben wir bis 2 Uhr gesessen und die Präsentation fertig gebastelt.

Sonntag, 10. Mai 2009

Nach einer kurzen Unterbrechung meines Schlafes durch das Frühstück hat für mich der Tag heute erst um 14 Uhr angefangen! Also irgendwie habe ich dann den ganzen Tag vergammelt, der Sonntag war also nicht so interessant! :-D Abends haben wir uns dann zusammengesetzt, um einmal die Fallstudie zu besprechen, die wir für diesen Kurs in einer Gruppe lösen müssen. Da die Präsentation schon am Dienstag fällig ist und wir noch nicht so viel gemacht hatten (der eine mehr, ich gar nichts), war es nun an der Zeit!! Den Abend haben wir mit Ausnahme einer kurzen Unterbrechung durch unser Abendessen mit der Fallstudie und Diskussionen der einzelnen Aufgaben verbracht. Danach haben wir noch die Bundesliga verfolgt und ich habe mich natürlich sehr über den 3. Sieg der Bremer gegen die Hamburger Flaschen gefreut! Damit steht ja nun wohl eindeutig fest, wer die Nummer 1 im Norden ist!!

Sonntag, 10. Mai 2009

Samstag, 09. Mai 2009

Heute durften wir zum ersten Mal etwas "ausschlafen", da wir uns erst um 10 Uhr getroffen haben. :-) Gestern Abend ist ein Großteil der Gruppe aus Guangzhou gekommen, um mit uns heute nach Sozhou zu fahren, sich dort die Stadt anzuschauen und abends mit Alumni der WHU, die hier in China arbeiten und aus allen Winkeln gekommen sind, essen zu gehen. Soweit das Tagesprogramm...
Den ersten unliebsamen Zwischenfall gab es mit den Bussen. Da unsere Gruppengröße sprunghaft von 30 auf ca. 50 Leute angestiegen ist, brauchten wir folglich auch 2 Busse. Ein Bus stand pünktlich um 10 bereit, wusste allerdings überhaupt nicht wo er hinfahren soll. Beim 2. gab es anscheinend Abstimmungsprobleme und er kam erst um 11 Uhr. Wir sind dann allerdings schon einmal losgefahren. 2 Stunden Fahrt nach Suzhou haben wir für ein ausgiebiges Nickerchen genutzt und es sind einmal wieder viele Schlafphotos entstanden, Alex hat da so seinen Spaß schlafende Leute zu photographieren! :-D Am Abend habe ich mich allerdings bei ihm revanchiert! ;-) In Suzhou sind wir dann zu 4. erst einmal durch die Stadt marschiert, waren im Tempel of Mystery und haben dort ganz viele Götter gesehen! :-D Die Innenstadt von Suzhou ist von einem kleinen Fluss umgeben, der allerdings richtig richtig dreckig ist! Danach sind wir in einen berühmten Garten, den "Humble Administrator's Garden", gefahren, der UNESCO Weltkulturerbe ist! Dort hat dann meine Kamera völlig überraschen den Geist aufgegeben! Anfangs dachten wir es wären die Batterien, aber es ging einfach gar nichts mehr und als wir geschüttelt haben, haben wir ein loses Teil gehört. Da musste ich leider auf meine Handykamera umsteigen, die zwar auch 3,2 Megapixel hat, aber die Qualität der Photos ist nicht annährend so gut wie die der Digitalkamera. Das ist natürlich echt beschissen (ein anderes Wort hierfür fällt mir nicht ein!!!), mal sehen, vielleicht kriege ich die noch repariert, werde mal ein bisschen rumschrauben, denn da sie eh schon kaputt ist, kann ich auch nicht mehr viel kaputt machen! In Deutschland reparieren kostest wahrscheinlich genauso viel wie eine neue, 3 Mal bessere Kamera zu kaufen. Allerdings will ich mir hier keine neue Kamera kaufen, die Qualität wird ähnlich der in Deutschland sein, die Preise sind es jedoch auch!!! Allein schon wegen der Garantie nicht.. Wir haben uns für ca. 1 Stunde den Garten angeschaut und sind dann zu einem großen Turm gelaufen, die ganzen, vielen Treppen hinaufgestiegen und haben von dort oben eine fantastische Aussicht gehabt!! Wie die Bilder beweisen... Am Ausgang hat Alex sich dann einen tollen chinesischen Hut gekauft... :-D Den ganzen Tag ist er damit rumgerannt und hat amüsierte Blicke der Chinesen auf sich gezogen! Ob das so geplant war? :-O Nach einem kleinen Abstecher zu KFC wollten wir uns dann um ein Taxi kümmern, dass uns zum Restaurant bringt. Einziges Problem: Wir hatten die Adresse nur auf Englisch!! Bekanntlicherweise können vor allem die chinesischen Taxifahrer kein Englisch... 5 Taxis hatten absolut keine Ahnung wo sie uns hinbringen sollten! Dann haben wir uns etwas durchgefragt, um vielleicht an die chinesischen Zeichen des Restaurants zu kommen und hatten auch gleich Glück, denn wir haben 4 nette Chinesinnen getroffen, die das Restaurant bzw. eher die Straße kannten und uns helfen wollten ein Taxi zu finden. Soweit so gut, möchte man denken! Nun fing aber das größte Problem erst an: Alle Taxis, die wir angehalten haben, wollten uns nicht dorthin bringen, anscheinend wäre es zu weit und es war gerade Rushhour. Die Taxis nehme anfangs einen festen Betrag und dann eine Pauschale für jeden gefahrenen Kilometer und pro gefahren Zeit. Das heißt es lohnt sich für sie viel mehr in der Rushhour kurze Strecken zu fahren anstatt ein paar Europäer durch die halbe Stadt zu kutschen... Tja, Pech würde ich sagen. Die 4 Chinesinnen haben uns dann eine Buslinie gezeigt, die zum Restaurant fährt und dem Busfahrer gesagt er solle uns doch an der richtigen Stelle rausschmeißen! Hat er auch getan, allerdngs standen wir dann mitten in der Pampa, so kam es uns zumindest vor! Wir sind wild durch die Gegeng geirrt und haben zwar mit einem unserer "Reiseleiter" telefoniert, aber der konnte uns auch nicht wirklich weiterhelfen... Nach langem Durchfragen, einem Weg, der uns ewig vorkam sind wir dann doch schlussendlich am Restaurant angekommen, allerdings mit 20 Minute Verspätung! Jedoch waren wir nicht die schlimmsten, es gab doch tatsächlich 2 Mädels, die es 2,5 Stunden später erst gefunden haben - und 20 Minuten später sind wir auch schon wieder gefahren! :-D Jeder weitere Kommentar erübrigt sich hier! An unserem Tisch saß ein Alumnus (ein Chinese), der an unserer Partnerhochschule, der Bucerius Law School, seinen Abschluss gemacht hat und jetzt in Shanghai im Asset Management arbeitet. Es war sehr interessant mit ihm zu reden (nur auf Englisch!) und das Essen war auch ganz gut! Kurz vor der Abfahrt haben wir dann noch auf Kosten des Controlling-Lehrstuhls einen kleinen Schnaps bekommen, was das nun war weiß ich nicht, aber man konnte es trinken. Jedenfalls habe ich die Flasche mitgenommen! Die sieht echt toll aus, mit chinesischen Zeichen verziert, ähnlich einer Vase! Gegen 12 Uhr waren wir dann wieder im Hotel und um halb 2 ging es dann ab ins Shanghaier Nachtleben! Alex ist allerdings zu Hause geblieben, er war müde, aber er war ja auch den Abend davor weg... Heute hat die Nacht bis 6 Uhr gedauert... Ist schon komisch, wenn man wieder ins Hotel kommt und es total hell draußen ist! Ich habe so daas Gefühl, dass es hier viel früher hell wird, dafür aber auch früher dunkel. (schon so gegen 7 Uhr abends!) Sonntag wird erst mal zum Ausruhen genutzt!
Hier noch was zum Schmunzeln:
Die Chinesen sind echt witzig, das Schild hing vor dem ersten Tempel! :-D
Noch mal zum Straßenverkehr: mit solchen Vehikeln, so muss man das schon nennen, bewegen sich die Chinesen fort... :-D Wir haben allerdings nicht gesehen, dass es wirklich noch fährt!
Ach, Chinesen sind auch echt erfinderisch!! :-D